Auf Empfehlung der "Liedgefährten"GUNDERMANN - Wo ich bin, klappt nüscht. Aber ich kann nicht überall sein.
Gerhard Gundermann ist der vielseitigste Titelträger unter den deutschen Liedermacher*innen. Mit Attributen und Stempeln hat man versucht, sein Wesen einzuordnen, zahllose Etiketten kleben noch posthum an seinem auf Konzerten so
Gerhard Gundermann ist der vielseitigste Titelträger unter den deutschen Liedermacher*innen. Mit Attributen und Stempeln hat man versucht, sein Wesen einzuordnen, zahllose Etiketten kleben noch posthum an seinem auf Konzerten so oft getragenen Fleischerhemd. Sobald ihm zum Beispiel jemand die Auszeichnung des romantischen Weltverbesserers verlieh, heftete ihm der nächste umgehend das Gegenteil ans Revers und rief ihn zum kleinkarierten Spitzel aus, der das Privatleben anderer protokollierte. War er für die einen nicht weniger als der Bob Dylan des Ostens, bespöttelten andere ihn als feuchten Sozialismustraum des dichtenden Arbeiters. Und manchmal waren es nicht nur bloße Gegensätze, die sich aus seiner Biografie ergaben, nicht nur bloße Spiegelungen des immerhin selben Mittelpunkts. Oft genug waren es auch schiere Diskrepanzen in seinem Lebenslauf, die ein Künstlerprofil verunschärften, das sich noch ungestört konsumieren ließ.
So dienten all jene Etiketten wohl dem Versuch einer Begradigung, einer Abkürzung von gelebten Umwegen: Hier der »Vorzeigeprolet«, da der Inoffizielle Mitarbeiter. Hier der glühende Facharbeiter für Braunkohleförderung, da der um Nachhaltigkeit bemühte Öko-Asket. Gundermann übersetzte im Laufe der Jahre seine Träume immer wieder neu: vom Drachentöter zum Agenten zum Revoluzzer zum angehenden Politoffizier zum Baggerfahrer zum Liedermacher und so weiter. Dass sich dabei auch Übertragungsfehler ergaben, war für ihn selbst weniger irritierend als für seine Rezipient*innen.
»Ein Mensch wie Gundi erzeugt auch Ängste. Er liefert sich aus durch Vertrauen. Er ist einer derjenigen, deren Herz auf der flachen Hand liegt und zuckt.«, heißt es bei Hans-Dieter Schütt. Matthias Walter und Tristan Becker, beide Schauspieler des Neuen Theaters Halle, wollen dieses Herz reanimieren, Musik machen und Gundermanns Liedern nachspüren, sich durch all die Etiketten an seiner Brust zu seinem Herzen durchwühlen und es zum Schlagen bringen.
Matthias Walter, 1975 in Ost-Berlin geboren, war nach seinem seinem Schauspielstudium von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« zunächst am Berliner Ensemble engagiert. Dort arbeitete er u. a. mit Claus Peymann und Leander Haußmann. Ein weiteres Festengagement führte ihn 2006 an das Staatsschauspiel Dresden und 2012 an das Theater der jungen Welt Leipzig. Gastengagements an verschiedenen Theatern Deutschlands brachten ihn zusammen mit der Regisseurin Henriette Hörnigk und mit Regisseuren wie Thomas Langhoff, Johann Kresnik,Walter Meierjohann, Volker Hesse und Stefan Otteni.
Seit 2014 ist er Teil des Ensembles des Neuen Theaters Halle.
Matthias Walter ist in verschiedenen Filmen zu sehen, u.a. in Andreas Dresens "Raus aus der Haut", "Sommer vorm Balkon" und "Whisky mit Wodka.
https://m.schauspielervideos.de/fullprofile/schauspieler-matthias-walter.html
Tristan Becker wurde 1996 in Köln geboren. Von 2017 bis 2021 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. Ab 2019 war er am neuen theater Halle im Schauspielstudio engagiert und ist seit Beginn der Spielzeit 2021 / 2022 festes Ensemblemitglied.
Er arbeitete bereits mit Regisseur*innen wie Henriette Hörnigk, Matthias Brenner, Peter Dehler und Ronny Jakubaschk zusammen.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Becker auch als Sänger, Autor und Gitarrist der Bands »TROSTLAND« und »SCHAUSPIELBRIGADE Leipzig« aktiv. Zuletzt übernahm er die musikalische Leitung der nt-Produktionen „Garland“, „Ein seltsames Paar“. Im Musical „Lazarus“ spielt er neben seiner Bühnenrolle auch als Musiker in der Liveband.
Das Theater ist ab 17:00 Uhr geöffnet.
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