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Gegen Zwangsvollstreckung!

‼️Aufruf zum Protest und zur Unterstützung‼️

 

Liebe Gäste, liebe Freunde und Unterstützer des Theater Ost,

die Lage um die Existenz unseres Theaters spitzt sich zu. Nach langen Monaten der Verhandlungen mit dem Erbbaupächter Stefan Klinkenberg und dem Senat für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen (SPD) unter der Leitung von Staatssekretär Slotty, um eine friedliche und nachhaltige Lösung für unsere Arbeit sowie für den Schutz des Hauses mit seiner Historie zu finden, gibt es nun leider einen dramatischen Einschnitt.

Von vorn:
Der Senat für Stadtentwicklung und Umwelt gab uns nach einer Zusammenkunft und einem ersten gemeinsamen Gespräch bei uns im Theater Ende Februar 2026 die Gelegenheit, ein Konzept für die Übernahme und die Entwicklung der Immobilie zu erarbeiten und versprach, dies ergebnisoffen zu prüfen. Große Freude und Motivation erfasste uns.

Die Ostdeutsche Medienholding (Ostdeutsche Allgemeine, Berliner Zeitung und Weltbühne) stellte im Immobilien- und im Finanzmanagement sehr erfahrene Kollegen an meine Seite, mit denen wir gemeinsam wochenlang am Konzept, den einzelnen Positionen wie Finanzkonzept, Künstlerisches Konzept, Bewirtschaftung des Hauptgebäudes und des Anbaus und die künftige Organisation, enthielt, arbeiteten. Die Qualität des Konzeptes wurde vom Senat gelobt. Doch die Prüfung ergab die Nichteignung mit dem Argument, dass der Senat dann dem jetzigen Pächter Vertragsstrafe zahlen müsste, womit die wochenlange Arbeit von teuren Experten umsonst war.

Das aber wusste man im Senat vorher, was darauf schließen lässt, dass diese Aktion nur den Schein des Interesses an einer Zusammenarbeit mit uns wahren sollte. Zudem denken wir, dass der Senat scheut, die mittlerweile offenbare Undurchführbarkeit des Erbauvertrages festzustellen.
Schließlich sind die im Erbbauvertrag festgelegten Konditionen (Anbau Büro, Zeitplan) nicht mehr durchsetzbar, weswegen der Erbbauvertragspartner Klinkenberg um eine Modifikation des Vertrages im Senat nachsucht, am Standort des Theater Ost ein Obdachlosenheim zu errichten, dessen Finanzierung durch soziale Träger, somit durch Steuergelder gewährleistet sein soll.

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Ergebnisses unserer Konzeptprüfung forderte Stefan Klinkenberg von uns einen neuen Mietvertrag bis Ende des Jahres und gleichzeitig innerhalb dieser Zeit den Auszug aus dem Gebäude, damit die Sanierung und der Bau des Obdachlosenheims beginnen könne.
Weiter forderte er das Einstellen des Prozesses, in dem wir uns noch gemeinsam befinden (der Widerspruch gegen das Urteil vom Landgericht, dass die erfolgte Kündigung rechtmäßig ist) und das Unterzeichnen eines Vorvertrages für die Zeit nach beendeter Sanierung.
Letzteres ist im Erbbaupachtvertrag anders geregelt. Dort hat der Senat selbst festgehalten, dass ein neuer Vertrag mit uns erst NACH erfolgter und schlüsselfertiger Sanierung abgeschlossen werden kann. Auch hier versucht Herr Klinkenberg, einseitige Vertragsoptimierungen als Immobilieninvestor zu unseren Lasten durchzusetzen.

Mit diesen Punkten gingen wir in wochenlange Verhandlungen, ohne einen Schritt vorwärtszukommen, wenn wir nicht bis ins Detail auf alle Forderungen vonseiten Herrn Klinkenbergs, konsequent unterstützt vom Senat für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen, eingehen würden.Einzig die Phase des Rückbaus des Theaters konnte auf den Zeitraum Januar bis Ende März 2027 verhandelt werden. Es kam der Sommer und auch die Urlaubszeit. Wir verabredeten den nächsten Verhandlungstermin ab Mitte August.

In genau dieser Urlaubsphase erreichte uns ein Schreiben einer Gerichtsvollzieherin mit dem Termin der Räumung und Zwangsvollstreckung des Theater OST am 24.08.26, angestoßen und beauftragt von Herrn Klinkenberg.
Zurück aus dem Urlaub stellten wir einen Antrag auf Räumungsschutz, der abgelehnt werden wird, wie uns schriftlich mitgeteilt wurde: Es liegt keine sittenwidrige Härte vor.

Die Folgen einer sofortigen Räumung würden bedeuten:
• Verschuldung wegen schon gezahlter Karten bis Ende Dezember in Höhe von ca. 12.000 €
• Alle Künstler müssten einen unverschuldeten Honorarausfall in Kauf nehmen, die Summe beläuft sich nach derzeitigem Stand auf mehr als 30.000 €
• Die festen und ehrenamtlichen Kollegen würden von heut auf morgen ihren Job verlieren

Dankenswerterweise steht die Ostdeutsche Medienholding an unserer Seite. Gemeinsam werden wir nun versuchen, die Zwangsvollstreckung noch abzuwenden.

⛔Bei Nichterfolg werden wir zeitnah einen Aufruf starten, am 24.08.26 das Theater Ost zu besetzen.⛔

‼️In diesem Zusammenhang wird im Theater Ost eine Veranstaltung auf Spendenbasis am 25.08.26, 19.30 Uhr zu diesem Thema mit Holger Friedrich (Ostdeutsche Medienholding) und Wolfgang Kubicki (Jurist und Spitzenpolitiker FDP) veranstaltet. Beide werden über unser Thema öffentlich sprechen. Die Veranstaltung wird in den nächsten Tagen online veröffentlicht.

Wir bitten alle Freunde des Theater Ost, uns mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen und zahlreich zu erscheinen.‼️

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