Neue Perspektiven

Seit vielen Jahren hat sich das ehemalige Theater Adlershof mit Tatkraft und leidenschaftlichen Engagement zu einem eigentlich nicht mehr wegzudenkenden Kulturort in Adlershof entwickelt. Mit seinem vielschichtigen lebendigen Programm ist es nicht allein eines der wenigen theatralen Spielorte in diesem Kiez, sondern hat sich im Laufe der Jahre auch zu einer im besten Sinne kulturellen Heimstatt für die Bewohnerinnen und Bewohner der näheren Umgebung geformt und zahlreiche BesucherInnen aus anderen Bezirken ins Haus geführt.

Zugleich offen für diversifizierte Themen, Formen und Formate hat sich in der Interaktion mit unserem Publikum ein Schwerpunkt herauskristallisiert: eine Orientierung gen Osten. Dieser spiegelt sich nicht allein in der Auswahl unserer Autoren, Akteure und des Spielplans wider, sondern meint vor allem die kreative Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte; die der Wiedervereinigung, die zugleich die einer Teilung ist.

Mit unserem musikalisch theatralischen Bühnenprogramm, den Gesprächsrunden, Konzerten und nicht zuletzt den eigenen Inszenierungen haben wir bereits in den vergangenen Jahren unterstrichen, dass wir damit keinen nostalgischen Sehnsuchtsort etablieren wollen, sondern einen progressiven Diskurs über die Aufarbeitung der letzten 30 Jahre in Gang setzen wollen, die viele unserer BesucherInnen durch den fröhlichen Ausverkauf der DDR nicht nur schmerzlich ökonomisch am eigenen Leib erfahren mussten, vielmehr die Folgen noch stärker als früher als gesellschaftlich kulturelles Schisma empfinden.

Mit der Umbenennung in Theater Ost zu Beginn des Jahres 2021 wollen wir dieses Profil weiter schärfen. Zukünftig sollen vermehrt ältere wie junge Künstlerinnen und Künstler aus dem Osten Deutschlands und Europas zu Wort und in theatralische Reibung kommen.

Mit Sorge betrachten wir die (kultur-)politische Entwicklung in den fünf neuen Bundesländern und vielen osteuropäischen Ländern, den Drift nach rechts und in den Populismus hinein, einer ökonomisch-politischen Gemengelage, die selbst vor kriegerischen Auseinandersetzungen nicht Halt macht. Gleichzeitig möchten wir einer sanktionsgetriebenen Sprachlosigkeit entgegenwirken, von der wir fürchten müssen, dass sie auf lange Zeit Barrieren errichtet, Grenzen zementiert und den überlebenswichtigen Austausch verunmöglicht. Viele Kreative hier wie dort sind in Nischen verbannt, in denen ihre für unsere Kulturen so zentrale und verbindende Arbeit nur wenige erreicht. Sei es bedingt durch das Fehlen finanzieller Mittel, ein wachsendes Desinteresse durch den Fokus auf die Sicherung der eigenen Existenz einer verarmenden Gesellschaft, einer repressiven Kulturpolitik oder durch einen mörderischen Krieg, arbeiten sie in den Hinterhöfen von Leipzig und Warschau genauso wie in denen von St. Petersburg und in den Katakomben und U-Bahn-Schächten von Odessa.

Kunst braucht Öffnung, nicht Einengung.

Bitte beachten Sie unsere ab 01. 04. 2022 geltenden Corona-Regeln! Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Unsere nächsten Veranstaltungen

Den kompletten Spielplan können Sie hier einsehen

Bitte beachten Sie, dass wir die Termine mit einem Vorlauf von max. 2-3 Monaten einstellen.

Liebe Gäste, liebe Freunde und Freundinnen des Theaters Ost,

am 31.12.21 feierte unser Haus seinen 6. Geburtstag!

Den (Theater-)Kinderschuhen ist es nun endgültig entwachsen, denn inzwischen ist es über die bezirkliche Grenze hinaus in ganz Berlin bekannt. Besonders ist nicht nur der überaus vielseitige Spielplan, sondern auch die Tatsache, dass das komplette Theater innerhalb der letzten zwei Jahre ganze fünf Mal umgezogen ist.

Und wo es überall gespielt hat: innerhalb des eigenen Hauses zwei Ebenen höher, unter freiem Himmel, in einem 4-Master-Zirkuszelt und nun zu guter Letzt im ehemaligen Sendesaal der bekanntesten Nachrichtensendung der DDR, der „Aktuellen Kamera“.

Die Freude, endlich „angekommen“ zu sein, in einem ehemaligen und nun denkmalgeschützten Theatersaal, welcher seine Eröffnung im Jahre 1952 erlebte, ist riesig. Ebenso bleibt es aber auch eine mehr als große Herausforderung.

Leiterin Kathrin Schülein kämpft seit Jahren darum, das Theater zu erhalten und voranzubringen, einen kulturvollen Ort zu schaffen, welcher Menschen zusammenbringt, Inhalte nach vorn stellt und vor allem auch Kulturschaffenden eine Bühne bietet.

Sie möchten das Theater OST durch Sponsoring, ehrenamtliche Arbeit oder als Teil des Fördervereins unterstützen?

Kontaktieren Sie uns jeder Zeit!

Sie möchten uns mit einer Spende direkt unterstützen?

Bankverbindung:

Bankname: Berliner Sparkasse
Kontoinhaber(in): Kathrin Schülein
IBAN: DE48 1005 0000 1065 3792 90
Verwendungszweck: Spende Theater OST

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Wir freuen uns von Ihnen zu lesen, zu hören oder Sie persönlich ganz bald in unserem Hause begrüßen zu dürfen!

Ihr Team TheO

Berlin Adlershof, 01.04.2022

Unsere aktuellen Corona-Regeln:

Liebe Gäste,

In unserem Theater gilt seit dem 01. April Folgendes:

  1. Die Maskenpflicht und ein Impf-oder Genesenen-Nachweis entfallen.
  2. Gäste mit Erkältungserscheinungen bitten wir, von einem Vorstellungsbesuch abzusehen.
  3. Unser Team wird weiterhin eine Maske tragen, damit wir den Spielbetrieb nicht gefährden. Ebenso werden unsere Virenfilter im Saal weiterhin eingesetzt.
  4. Wir empfehlen -besonders bei gut besuchten Vorstellungen- zur eigenen Sicherheit ebenfalls weiterhin eine Maske zu tragen.

Ihr Theater Ost in Berlin Adlershof

Wir möchten Sie auf auf eine Initiative aufmerksam machen, die hier im Theater OST ihren Ursprung hatte. Am 14.12.2020 hat die Initiative Kultur Ins Grundgesetz eine gleichnamige Petition mit der Forderung gestartet, Kunst und Kultur als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern.

Nehmen Sie sich bitte einen Augenblick Zeit und die besuchen die Webseite:

www.kulturinsgrundgesetz.de

Dort finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Beweggründen, Forderungen und Zielen der Petition und gleichzeitig die Möglichkeit, diese Petition mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Vielen Dank!

Liebe Gäste, Freunde und Förderer,

wer neugierig auf unser Theater ist, sollte sich unbedingt diesen wundervollen Radiobeitrag über uns anhören –

Zu Wort kommen in diesem Beitrag:
Rockpoet Tino Eisbrenner, Schauspieler Mattis Nolte, Kooperationspartner Thalia Forum Köpenick – Maja Bunke und Theaterchefin Kathrin Schülein.

Länderreport | Beitrag vom 19.02.2020

Berlin-Adlershof

„Einst DDR-Fernsehen, heute Theater“

Von Thomas Klug

Geschichte

S5 lautet die Bezeichnung des Gebäudes am Eingang der Media City in Berlin-Adlershof und steht für Studio 5. Diese Bezeichnung stammt noch aus der Vorwendezeit, als das Gelände noch zum Fernsehen der DDR (zuletzt DFF – Deutscher Fernsehfunk) gehörte. Es handelt sich um das letzte noch erhaltene alte Fernsehstudio aus dieser Zeit.

Das Haus wurde 1952 im Auftrage des DDR-Fernsehens von dem Architekten Franz Ehrlich erbaut, dessen Handschrift den Bauhaus-Schüler ahnen lassen. Bis heute steht es unter Denkmalschutz.

In seinem Ursprung war das S5 als Theater konzipiert. Nach seiner Eröffnung inszenierte man in den 50er Jahren dort hauptsächlich Opern und Schauspielkomödien, die von hier in die Haushalte gesendet wurden. Einer der ersten Schauspieler, die hier auf der Bühne standen, war Herbert Köfer. Der Zuschauerraum verfügte über ein Parkett und einen Rang und damit über ca. 500 Sitzplätze. Zeitzeugen behaupten, dass es sich um das erste und einzige Fernsehtheater in Deutschland handelte. 1956/57 fanden bauliche Veränderungen statt. In dieser Zeit wurde der Theatersaal entkernt, das Bühnenhaus das Theater in ein Fernsehstudio umfunktioniert. Von nun an wurde bis zum Tage der Schließung des Deutschen Fernsehfunks die bedeutendste Nachrichtensendung in der Geschichte der DDR von hier ausgestrahlt: die „Aktuelle Kamera“.
In seinem Ursprung war das S5 als Theater konzipiert. Nach seiner Eröffnung inszenierte man in den 50er Jahren dort hauptsächlich Opern und Schauspielkomödien, die von hier in die Haushalte gesendet wurden. Einer der ersten Schauspieler, die hier auf der Bühne standen, war Herbert Köfer. Der Zuschauerraum verfügte über ein Parkett und einen Rang und damit über ca. 500 Sitzplätze. Zeitzeugen behaupten, dass es sich um das erste und einzige Fernsehtheater in Deutschland handelte. 1956/57 fanden bauliche Veränderungen statt. In dieser Zeit wurde der Theatersaal entkernt, das Bühnenhaus das Theater in ein Fernsehstudio umfunktioniert. Von nun an wurde bis zum Tage der Schließung des Deutschen Fernsehfunks die bedeutendste Nachrichtensendung in der Geschichte der DDR von hier ausgestrahlt: die „Aktuelle Kamera“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Theater OST

Compagnie

Das Theater-Team im Kurzportrait

Unterstützer

Crowdfunding-Campagne 2015

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