DIE NACHT DES LEVIATHAN

SA184.19:30DIE NACHT DES LEVIATHANEin Kammerspiel von Gregor Edelmann - im Anschluss Publikumsgespräch Was ist Wahrheit und was ist inszeniert? Was bedeutet es für die Demokratie, wenn es keine Wahrheit mehr gibt? Eine Frage, die das Publikum bis zum überraschenden Finale begleitet.  Im Anschluss haben Sie Gelegenheit für ein Gespräch mit der Regisseurin und den Künstlern. EintrittKarten im Vorverkauf: 29 €
Karten an der Abendkasse: 33 €
Karten bestellen

 

Die Nacht des Leviathan

Hintergrund

Eine Staatskrise. Um die Bevölkerung zu beruhigen hat Ministerpräsident Roman Grassla die populäre und kritische TV-Journalistin Nadja Layndecker gebeten, ihn zu interviewen. Was Nadja Layndecker nicht weiß ist, dass Roman Grassla die Regierungskrise dazu benutzen will, den Ausnahmezustand auszurufen, um ohne Parteien und Parlament „durchregieren“ zu können. Aus Sicherheitsgründen findet das Treffen an einem geheimen Ort statt.

Inhalt

„Die Nacht des Leviathan“ ist ein politisches und psychologisches Kammerspiel. Während eines Fernsehinterviews, das die Journalistin Nadja Layndecker mit dem Ministerpräsidenten Roman Grassla führt, fallen draußen Schüsse. Plötzlich sind die Türen verriegelt, der Kontakt zur Redaktion ist weg, ihre Handys funktionieren nicht mehr. Über das Fernsehen erfahren sie, dass ein Putsch stattfindet. Das Leben des Ministerpräsidenten scheint bedroht. In dieser Ausnahmesituation eskalieren die politischen Differenzen der beiden. Sie misstrauen sich. Als es Nadja Layndecker gelingt, eine Verbindung zum Sender herzustellen, ruft Roman Grassla die Menschen auf, für die Demokratie auf die Straße zu gehen. Kurz darauf kommen Meldungen, dass die Putschisten sich zurückziehen. Es scheint, als könnte die Demokratie gewinnen. Bis Nadja Layndecker zu entdecken glaubt, dass Roman Grassla ein doppeltes Spiel spielt. Was ist hier Wahrheit und was ist inszeniert? Was bedeutet es für die Demokratie, wenn es keine Wahrheit mehr gibt? Eine Frage, die das Publikum bis zum überraschenden Finale begleitet.

Der Buchtitel des Philosophen Thomas Hobbes „Leviathan“ (1651) wurde zum Synonym für den starken Staat, besonders, wenn es um die Balance zwischen staatlicher Macht, individueller Freiheit und Demokratie geht.

Es spielen:

Helene Grass

(Nadja Layndecker, Journalistin)

"Ohne Wahrheit sind wir nichts, Grassla. Sie gibt uns Halt. Sie ist der Grund, auf dem wir stehen. Wir sind Wahrheitswesen durch und durch. Mit der Wahrheit entscheidet sich, was wir denken, was wir fühlen, wer wir sind. Sie ist unsere gemeinsame Welt, die Grundlage unserer Demokratie. Hier, dieser Boden ist Wahrheit. Diese Wände sind Wahrheit. Die verschlossene Tür da ist Wahrheit. Dass die Menschen kämpfen, draußen auf den Straßen, das ist die Wahrheit!"

Frank Metzger

(Roman Grassla, Politiker)

"Fragen Sie den Mann und die Frau, die durch die Einkaufsmeile bummeln. Kriege? Krisen? Natürlich, sie haben Mitgefühl. Sie spenden, sie helfen. Aber schließlich: Was können sie schon tun? Sie sind fest überzeugt, keine Komplizen dessen zu sein, was diese Leiden verursacht. Ihr Mitgefühl und ihre Ohnmacht erlösen sie von jeder Schuld. Und genau das ist das Entsetzliche. Diese unzerstörbare Unschuld. Sie wollen wissen, was Politik ist? Im Grunde wollen die Menschen doch nur eins: Dass wir sie davor beschützen, sich schuldig zu fühlen. Sie wissen, dass wir sie belügen. Aber das ist der Pakt: Sie bekommen ihre Unschuld um den Preis ihrer Entmündigung."

Regie:

Tatjana Rese

Fotos: Brachwitz

Das Theater ist ab 18:30 Uhr geöffnet

Eintritt

Karten im Vorverkauf: 29 €
Karten an der Abendkasse: 33 €

Karten bestellen

Anfahrt

Theater Ost
Moriz-Seeler-Str. 1
12489 Berlin