JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN

FR1610.19:30Rote HeadlineLast-Minute-Tickets auch online: Auf eventfrog.de ab 02. Oktober ! JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEINSchauspiel nach dem Roman von Hans FalladaEintrittKarten im Vorverkauf: 30 €
Karten an der Abendkasse: 34 €
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JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN

Schauspiel nach dem Roman von Hans Fallada Von und mit Anette Daugardt und Uwe Neumann- eine Produktion von KantTheaterBerlin und Globe

„Die beiden Eheleute Quangel, zwei bedeutungslose Einzelwesen im Norden Berlins, nehmen eines Tages im Jahre 1940 den Kampf auf gegen die ungeheure Maschinerie des Nazistaates, und das Groteske geschieht: Der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“

Das Vorbild für diesen Roman von Hans Fallada war das Arbeiterehepaar Otto und Elise Hampel, die für ihre Auflehnung gegen die Menschenverachtung des NS-Regimes am 8.April 1943 in Berlin- Plötzensee hingerichtet wurden. Fallada erzählt hier in einer fast krimiartigen Atmosphäre von sogenannten kleinen Leuten, die in den Jahren 1940 bis 1942 Aufrufe zum Widerstand auf Karten und in Briefen verbreitet hatten, nachdem sie durch den Tod ihres Sohns an der Front ihre ursprünglich positive Haltung zu Hitler und seiner Kriegsmaschinerie restlos verlieren.

Fallada schreibt im Vorwort seines Romans:

„Die Geschehnisse folgen in großen Zügen Akten der Gestapo. Mancher wird finden, dass in diesem Buche reichlich viel gequält und gestorben wird. Der Verfasser gestattet sich, darauf aufmerksam zu machen, dass in diesem Buch fast ausschließlich von Menschen die Rede ist, die gegen das Hitlerregime ankämpften, von ihnen und ihren Verfolgern. In diesen Kreisen wurde in den Jahren 1940 bis 1942 und vorher und nachher ziemlich viel gestorben. Es hat dem Verfasser oft nicht gefallen, ein so düsteres Gemälde zu entwerfen, aber mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet.“

ANNETTE DAUGARDT, geboren 1966 in Berlin, Schauspielausbildung 1987-1991 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Engagements unter anderem bei: Freie Volksbühne, Berliner Ensemble, Théâtre National du Luxembourg, Goethetheater Bremen. Seit 2003 realisiert sie gemeinsam mit anderen Künstlern als KantTheaterBerlin eigene Projekte: Totentanz (2014), Traumnovelle (2015), Poe Solo 4 x Leben (2016), Feuer Blut Hund (2018), TROTZ (2018), 1984 (2019). 2020 coronabedingt eine filmische Umsetzung von Heinrich Heines 9-jähriger Bettlägerigkeit: IN DER MATRATZENGRUFT. Daraus entstand 2021 ein sehr erfolgreiches Hörbuch und eine Stückfassung. 2021 folgte eine Förderung für die filmische Umsetzung Kopfstein*, woraus 2022 das Solotheaterstück 24 Stunden aus dem Leben einer Frau von Stefan Zweig hervorging, 2022 ein Stipendium für eine eigene Fassung von Schuld und Sühne, ebenfalls 2022 erhielt Anette Daugardt ein 3-monatiges Stipendium, um sich mit den schreibenden Frauen des späten 18.Jahrhunderts zu befassen: Daraus ist im Frühjahr 2023 das Theaterstück: Rahel- die Wege muss man suchen entstanden und durch eine weitere Förderung im Herbst 2023 ein Stück über Karoline von Günderrode Warum ward ich kein Mann! 2024 konnte Brief an den Vater von Franz Kafka, 2025 Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada in Zusammenarbeit mit dem Globe Berlin realisiert werden.

UWE NEUMANN studierte an der Pariser Schauspielschule Cours Simon und der Universität der Künste Berlin. Prägend war auch ein längerer Studienaufenthalt am Théâtre du Soleil in Paris. Wichtige Stationen in Deutschland waren u.a. das Hans-Otto-Theater in Potsdam, das Stadttheater Heidelberg und in Berlin das Maxim-Gorki-Theater und die Komödie am Kurfürstendamm.

Seit 2003 produziert er mit dem KantTheaterBerlin Stücke und Programme: Zuletzt „1984“ von George Orwell, „Schuld und Sühne“ von Dostojewski, ein Stück über Rahel Varnhagen, „Brief an den Vater“ von Franz Kafka und „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada. Ein Schwerpunkt lag in den letzten Jahren auf Heinrich Heine, so produzierte er zusammen mit dem Gitarristen Ian Melrose das musikalische Heine-Programm „Heine gets the groove“, und zusammen mit Anette Daugardt „Matratzengruft“, ein Stück über Heines letzte neun Jahre in Paris. Von beiden Abenden sind gleichnamige CD’s erschienen. Außerdem beschäftigt er sich seit Längerem mit polnischer Kultur und Literatur. Daraus entstand „Grande Valse Brillante“, ein Abend über die polnische Sängerin Ewa Demarczyk und den belgischen Sänger Jacques Brel, gefördert vom Polnischen Kulturinstitut Berlin. Im Moment arbeitet er, wiederum zusammen mit Ian Melrose, an einem musikalischen Programm über Karl Dedecius, den großen Übersetzer polnischer Poesie ins Deutsche. Seit 2019 ist er Mitglied im Ensemble des Globe-Theaters Berlin.

Aus Kritiken:

»Das Schauspielduo Daugardt und Neumann macht den Roman-Klassiker von Hans Fallada auf eindrucksvolle und emotionale Weise zu einem packenden Bühnenstück… …Ihre gemeinsame Bühnenpräsenz machte den Abend zu einem intensiven Erlebnis… Hauptsache, man leistet Widerstand«, lässt Fallada Anna sagen - Worte, die in Daugardts Interpretation eine besondere Wucht entfalteten…Das Zusammenspiel der beiden Darsteller wirkte in jeder Minute präzise und harmonisch...

„Anette Daugardt und Uwe Neumann adaptieren das Werk als eindringliches Kammerspiel für die Bühne“

Fotos: Thorsten Wulff

Das Theater ist ab 18:30 Uhr geöffnet.

Eintritt

Karten im Vorverkauf: 30 €
Karten an der Abendkasse: 34 €

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Anfahrt

Theater Ost
Moriz-Seeler-Str. 1
12489 Berlin